Julia liebt es mit dem Mund!

Julia erzählt gerne tabulos über ihre intimsten Erlebnisse. 
Sie gehört zu den erotischsten Neuentdeckungen des Jahres.

Foto: Evgeny Atamanenko / shutterstock.com

Interview mit Julia Liebesmund

Sex & Erotik

Julia verrät uns einfach alles, nur nicht ihren echten Namen. Wir finden das wirklich mutig!

Freitag, 20.03.2020:
Julia zeigt im Whatsapp Video Interview nur ihren Körper. Sie trägt ein kurzes schwarzes Kleid und eine schwarze Strumpfhose. Sehr sexy. Sie sitzt auf einem Sofa, ohne Schuhe, vor einem großen Fenster mit Blick auf Palmen und einen Pool.

Liebe Julia, du hast mit 18 Jahren angefangen, einfach alles über dich, deine Familie und deine Sexualität zu veröffentlichen. Wie kamst du auf eine solche verrückte Idee?
(Sie lacht verlegen) Nun ja, wenn ich geahnt hätte, was ein Jahr später alles daraus entstanden ist, hätte ich es vielleicht nicht gemacht.

Wieso? Du hast etliche erotische Hörbücher und sogar ein Musikalbum für Partyschlager veröffentlicht? Die sind doch ganz erfolgreich, oder?
Ja, das stimmt und ich bin auch total stolz darauf. Aber ich lebe unter dem enormen Druck, niemandem aus meiner Familie und meinem alten Freundeskreis davon zu erzählen. Ich musste mich völlig aus meinem alten Leben heraus ziehen. Und das mit zum Teil absurden Ausreden. Mein Umfeld hat überhaupt keine Ahnung, dass ich hinter Julia Liebesmund stecke.

Deinen echten Namen kennt niemand?
Genau, nur der Verlag und mein Produzent kennen ihn natürlich. Aber wir haben eine Vertraulichkeits-Vereinbarung. 

Du lebst im Moment auf Mallorca in Corona Quarantäne. Wie ist es dazu gekommen?
Ich war zu Besuch in der Villa meines Produzenten. Eigentlich wollte ich ein bisschen Urlaub machen und neue Hörbücher und meine Musik Auftritte planen. Doch dann kam die landesweite Ausgangssperre in Spanien. Seit dem darf ich nur noch alleine auf die Straße und auch nur zum Einkaufen. Die Strände sind alle gesperrt. Zum Glück haben wir einen Pool am Haus und das Gelände drum herum ist groß genug, um Sport zu machen.

Wie ist das Gefühl, eingesperrt zu sein?
Es sind ja jetzt erst ein paar Tage. Es ist absolut ungewohnt. Aber mein Produzent ist ein sehr lieber Mensch. Er tut alles, um mich bei Laune zu halten. Man erträgt es nur, wenn man sich klar macht, dass man Leben damit rettet. Ich bin sehr erschrocken über die Entwicklung und sehr froh, dass Spanien hart durchgreift, um die Verbreitung zu entschleunigen. (Sie wirkt sehr nachdenklich) Können wir bitte über Sex & Erotik reden?

Ja, natürlich. Eine letzte Frage noch zu Corona, bitte. Fühlst du dich in Quarantäne sicher?
Oh ja. Absolut sicher. Das Einkaufen hier ist auch perfekt organisiert, damit sich niemand ansteckt aber trotzdem nahezu unverändert gut versorgt ist. 

Wie hast du es deiner Familie erklärt, wo du bist?
Für sie bin ich auf Mallorca bei einem Freund. Meine Mutter hält mich mittlerweile für völlig verrückt. (Sie lacht.) Sie vermutet, dass ich einem reichen, verheiratetem Mann verfallen bin. Zum Glück ist sie sehr tolerant. So lange ich mit ihrem Taschengeld auskomme, ist ihr alles egal. 

Hörbücher sind erotischer als Videos!

Was meinst du genau damit?
Ich bin eine Frau und die ist schon beim kleinsten schlechten Einfluss nicht mehr ganz bei der Sache, um zum Orgasmus zu kommen. Wenn ich mitten beim Sex bin und ich von irgendetwas abgelenkt werde, falle ich von meinem Höhepunkt Plateau ganz nach unten und muss wieder von ganz vorne beginnen. Ich glaube, das kennt jede Frau. Wenn ich mir einen Porno ansehe und ich masturbiere dabei, ist es ganz genau so. Ich genieße die geile Szene mit dem hübschen Mädchen in Strumpfhose. Ich sehe, wie ein Auto vor fährt und finde die Möglichkeit, dass ein Mann sie beim Masturbieren erwischen könnte (Anm. der Redaktion: Sie meint nicht den Vater.), sehr erregend. Ich steigere mich fast bis zum Orgasmus... und dann plötzlich kommt ein Mann mit einem Oberlippenbart in ihr Zimmer, der mich an meinen ungeliebten Mathelehrer erinnert. Und BUMS! Ich bin völlig abgetörnt. Es ist egal, ob der Mann, dick, dünn, hässlich oder schön ist. In diesem Moment stört mich nur dieser bescheuerte Bart. Weißt du was ich meine?

Du willst damit sagen, dass dir das bei einem Hörbuch nicht passiert wäre?
Ja, genau. Selbst wenn die Sprecherin gesagt hätte: "Sein Oberlippenbart war dunkel und ungepflegt", ich hätte nicht an meinen Lehrer gedacht. Weil ich mir in diesem Moment sowieso Bret Pitt vorgestellt hätte. Und wenn Bret einen solchen Bart hat, dann ist er sexy.


Du produzierst ja ziemlich viele Hörbücher, bei denen du es dir selbst machst. Sind deine Orgasmen wirklich echt?
Oh ja. Ich lese ja meist dabei die Romane von Valerie Nilon. Die begleiten mich schon seit ich 13 bin. Ich hatte meinen ersten Orgasmus bei einem solchen Roman.


Deinen ersten Orgasmus?
 Ja. Ich hatte mich mehr beiläufig zwischen den Beinen gestreichelt, während ich gelesen hatte. Und dann überraschte mich ein Höhepunkt. Das werde ich nie vergessen. 

Trugst du dabei eine Strumphose?
(Sie lacht.) Ja, du scheinst mich schon gut zu kennen.

Ja, ich habe deinen Podcast natürlich ganz gehört und dort erwähnst du es immer wieder, dass du Nylon auf der Haut magst. Wie bist du zu diesem Fetisch gekommen?

Ich fürchte, ich muss es wirklich mittlerweile als Fetisch bezeichnen, weil ich mir Sex ohne Strumpfhosen gar nicht mehr vorstellen kann. Ich verbinde halt eine Menge erotischer Situationen mit dem Ballett-Outfit und da habe ich halt schon früh dünne Strumpfhosen angezogen, weil meine Mutter sie auch immer trug. Ich fühlte mich als Mädchen schon erwachsen damit. Es gibt aber auch einen Zusammenhang beim Masturbieren mit der Strumpfhose. Wenn ich sie mit den Fingern in meine Muschi drücke, bewege ich gleichzeitig damit meinen Kitzler. Das macht mich schier wahnsinnig vor Erregung. Bei Nylon Damenstrümpfen habe ich ja den Effekt gar nicht. 

Es ist also eigentlich nicht das Material Nylon, sondern ein Mix aus der Erregung der Männer, die mich anstarren und die Massagefunktion des Höschenteils der Strumpfhose. 
(Sie lacht.) Hab ich das nicht wissenschaftlich präzise ausgedrückt?


Perfekt! Was meinst du mit der Erregung der Männer, wenn sie dich anstarren?
Na ja, ich liebe es, im Mittelpunkt zu stehen. Und ich liebe es, wenn Männer mir auf die Beine starren. Deshalb trage ich auch so gern schöne Strumpfhosen. Die dürfen ruhig auch teuer sein. Und, wenn ich dann Männern auf die Hose schaue und eine gewisse Versteifung erkennen kann, dann werde ich selbst sehr, sehr feucht. Die Erregung, auch eines fremden Mannes, der mir zum Beispiel beim Tanzen zu sieht, ist auch oft Inhalt meiner erotischen Träume, bei Tag und Nacht.



Ich verstehe. Aber du masturbierst doch nicht nur. Hast du Sex mit deinem aktuellen Gastgeber? Ich denke, wenn ihr neue erotische Hörbücher plant, wird sich doch bei ihm auch was regen?
Dazu möchte ich nichts sagen. Sorry.

Okay. Zwar sehr schade, hätte unsere Leser sicher interessiert. Man hat durch deine Freizügigkeit den Eindruck, dass du Spaß an Prostitution hast und für alles offen bist. Dabei scheinst du eine ganz normale junge Frau zu sein, sogar richtig schüchtern. Wie passt das zusammen?

Du meinst, eine Frau, die so viel über Sex berichtet, muss viele wahllose Geschlechtsverkehr-Partner haben, also eine richtige Schlampe sein?

Entschuldige bitte, aber du hast das ganz gut beschrieben. Im Grunde erwarten wohl die Wenigsten, dass eine Tochter aus gutem Hause, gebildet und gut erzogen, solche Hörbücher produziert und so offen über ihre Fantasien spricht. Überrascht dich das?

(Sie wirkt geschockt und nachdenklich. Kurze Pause.) Ich habe darüber nie nachgedacht. Als ich die ersten Podcast Folgen schon veröffentlicht hatte, war es im Grunde schon zu spät. Ich muss zugeben, dass es wohl für die meisten Menschen sehr ungewöhnlich ist, dass eine Frau offen über Sex redet und sich nicht schämt, über ihre eigenen Sex-Fantasien zu sprechen. Aber ich muss betonen, dass ich mich sehr wohl dafür schäme. Denn sonst würde ich mich ganz offen, mit meiner echten Identität, dazu bekennen. Ich fürchte, dass ich wohl dazu nicht genug Schlampe bin. Ich hatte bisher nicht viele Sex-Partner und werde sie auch nie haben. Bitte unterscheide zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Ich liebe meine Fantasien. Aber würde sie wahrscheinlich nie in die Wirklichkeit umsetzen. 

Ich verstehe. Du nutzt also die Anonymität, um deine Fantasien mitzuteilen und das gefällt dir. So richtig?
Ja, genau. Mir gefällt es sehr, wenn ich andere Menschen damit errege. Ich stehe gern im Mittelpunkt und bin auch gern das Sex-Objekt. Ziehe mich jeden Tag sexy an, in Strumpfhose und Minikleid oder Kleid mit hohem Beinschlitz. Ich bin gern verführerisch, aber keine Schlampe, oder zumindest eine sehr edle Schlampe. (Sie lacht) Ich möchte immer elegant gekleidet sein. Aber das bedeutet nicht, dass ich mit jedem ins Bett gehen möchte. Sagen wir so, ich tease gern an, aber suche mir ganz genau aus, mit wem ich den Schritt in die Körperlichkeit wage. Dazu gehört bei mir sehr viel mehr. Sympathie, Humor und Freundlichkeit. 

Erregt es dich sexuell, wenn du dir vorstellst, dass sich ein Mann selbst befriedigt, wenn er an dich denkt oder deine Hörbücher hört?
Oh, ja. Das erregt mich unglaublich. Deshalb habe ich ja auch Orgasmen bei den Aufnahmen. Dabei ist es mir ganz egal, wie ein Mann aussieht, wie groß sein Penis ist, ob er alt oder jung ist. Allein seine Erregung macht mich verrückt. Ist das so aussergewöhnlich?


Ich glaube schon. Viele Frauen sind angewiedert, wenn sie daran denken, dass ein Mann auf ihr Foto ejakulieren könnte.
Ja, okay, aber das liegt dann daran, dass sie sich missbraucht fühlen und dem Mann die Freude an ihrer Attraktivität nicht gönnen. Sie fühlen sich in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt. Das ist etwas Anderes. Ich möchte auch nicht gegen meinen Willen missbraucht werden. Ich glaube, dass ich einfach nur Verständnis für alle Männer habe und - solange sie mich nicht persönlich belästigen - nichts dagegen habe, wenn sie sich mit meinen Fantasien befriedigen. 

Befriedigung ist doch das Schönste auf der Welt. Sehr gesund und stärkt das Immunsystem.

Habe ich das in deinem Podcast richtig verstanden, dass du gesagt hast, dass der Gedanke dich erregt, eine Prostituierte zu sein?

Ja, das ist richtig. Aber dazu muss ich sagen, dass es der Gedanke ist, der mich erregt. In Wirklichkeit bin ich wohl viel zu ängstlich, um es einmal richtig auszuprobieren. Abgesehen von dem Wochenende, dass ich mal mit einem sehr symphatischen, eleganten Mann verbracht habe, der mir alles bezahlt hat. Das ist für mich keine richtige Prostitution gewesen, sondern ein Gönnen auf beiden Seiten. Unter Prostitution verstehe ich, dass ich einem wild fremden Mann die Erlaubnis gebe, mich für ziemlich wenig Geld, eine halbe Stunde zu benutzen. Der Gedanke erregt mich, aber ich weiß nicht warum. Die Hörbücher, die ich produziere, zeigen, dass ich zu allem bereit bin, für jeden, auch für wenig Geld. Allerdings ohne Körperkontakt. Vor dem habe ich nämlich am meisten Angst. Ich glaube, ihr solltet mal ein Interview mit Laura Ballett machen. Sie hat alles schon ausprobiert. Ihre Mutter ist, so viel ich weiß, Prostituierte. Sie ist meine neueste Kollegin in der Edition Edelste Erotik. Ich habe mich lange mit ihr unterhalten. Sie hat ein paar schlechte Erfahrungen gemacht und macht trotzdem mit ihrer Tanz-Prostitution weiter. Das bestärkt mich in meiner Einstellung, meine Fantasie wohl besser nicht in die Tat umzusetzen.


Liebe Julia, vielen Dank für das offene und informative Gespräch. Wir wünschen dir viel Erfolg in deiner Karriere und natürlich Gesundheit.
Ich habe zu danken. Das wünsche ich euch auch.

Remix Mich!

Julia Liebesmunds erstes Popschlager Album!

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